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Zum Internationalen Frauentag: Zehn Bücher von Frauen für Frauen

Seit über 100 Jahren wird der Internationale Frauentag am 8. März begangen. Ursprünglich wurde er von sozialistischen Organisationen ins Leben gerufen. Nach dem ersten Weltkrieg propagierten die Sowjetunion und Kommunistische Parteien diesen Tag. Heute haben wieder viele Frauenverbände diesen Gedenktag entdeckt. Noch immer ist gesellschaftliche Situation und ökonomische Lage von Männern und Frauen höchst unterschiedlich. Wobei Frauen heute in vielen Ländern aus religiösen Gründen unterdrückt und drangsaliert werden. Doch auch in Deutschland gibt es noch einiges zu tun. Zumal mit der ungeregelten Massenemigration viele junge Männer, mit einem eher mittelalterlichen Frauenbild einwandern Wer denkt, das hätte auf die gesellschaftlichen Bedingungen ind Deutschland keinen negativen Einfluss, glaubt sicherlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Zu Weltfrauentag empfiehlt der Online-Secondhand-Buchhändler Bookbot zehn ausschließlich von Frauen geschriebene Bücher, die sich mal humorvoll, mal sehr ernst, mal erzählend, mal analytisch, mal historisch und mal ganz aktuell mit den Lebenswegen von Frauen verschiedenster Herkünfte auseinandersetzen.

Buch Higfh Hopes wird von einer Hand gehalten
High Hopes von Ava Reed Foto: Bookbot

1High Hopes von Ava Reed

Die deutsche Autorin Ava Reed (eigentlich Sabrina Scherer) ist bekannt geworden mit Kinder- und Jugendbüchern im Bereich der Fantasy. Mit High Hopes hat sie 2022 ihre jüngste Reihe rund um das Whitestone Krankenhaus begonnen, in denen die Biografien junger Ärztinnen zwischen Beruf und Privatleben sich in bester Grey’s Anatomy-Manier in die Quere kommen. So beschreibt High Hopes  die Geschichte von Laura Collins, die für ihren Traumberuf regelmäßig an ihre Grenzen gehen muss.

Buchcover Wir sind doch alle längst gleichberechtigt von Alexandra Zykunov
Wir sind doch alle längst gleichberechtigt von Alexandra Zykunov
Foto: Umschlag Ullstein Verlag

2. „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!” von Alexandra Zykunov

Schon seit einiger Zeit kommentiert Spiegel-Bestsellerin und Influencerin Alexandra Zykunov die Debatte um die Gleichberechtigung der Frau mit einem beißenden und gleichzeitig kritischem Humor, der seinesgleichen sucht. In ihrem ersten Sachbuch „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!” aus dem Jahr 2022 seziert sie auf diese Weise 25 Bullshitsätze, die Frauen in dieser Gesellschaft immer wieder entgegengehalten werden. Sie ist eine gefragte Keynote-Sprecherin, wenn es um Gleichstellungsthemen geht. So hat sie schon bei Unternehmen wie Axa Deutschland, Bosch, E.ON, Johnson&Johnson, SAP oder bei einigen Sparkassen gesprochen. Wer keine Lust mehr auf unnötige Alltagsdiskussionen hat, sollte sich dringend durchlesen, was Zykunov zu sagen hat.

Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher Abb: Kiepenheuer & Witsch

3. Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher

In Lügen über meine Mutter beschreibt Daniela Dröscher mit eindringlicher Kraft das Leben in einer Familie, die nur ein Thema kennt: den Körper der Mutter. Der Ehemann meint, sie sei zu dick, sie müsse abnehmen, denn alles, was ihm schlechtes widerfährt, sei letztlich auf dieses Problem zurückzuführen. Dröschers Buch ist durchzogen von Tragik, Komik und klugen Beobachtungen einer Familiendynamik, die den Leserinnen in erschreckend vielen Aspekten bekannt vorkommen könnte.

4. Nachts erzähle ich dir alles von Anika Landsteiner


Die Kategorie „Frauenliteratur” lehnt die Spiegel-Bestseller-Autorin Anika Landsteiner kategorisch ab. Zu oft werden Erfahrungen von Frauen für sie als Abweichungen von der Norm dargestellt. Deswegen ist auch ihr neuestes Buch Nachts erzähle ich dir alles ein Roman geworden, der die großen Fragen des Lebens zwischen beiden Geschlechtern aufwirft: Wie mit Schuld und Angst umgehen, die auf einem Lasten?  Wie lässt sich die Vergangenheit verarbeiten? Wie sein Leben leben, ohne die Vergangenheit zu vergessen?

5. Bridgerton-Reihe von Julia Quinn


Die meisten dürften die Bridgerton-Welt der amerikanischen Autorin Julia Quinn schon kennen, noch bevor sie auch nur eine Seite ihrer Bücher aufgeschlagen haben. Das liegt am Erfolg der gleichnamigen Netflix-Serie, die mit ihrer gewagten Besetzung und dem gleichzeitig modernen wie klassischen Soundtrack überzeugen konnte. Mit Quinns Büchern kann man sich allerdings noch tiefer in die Intrigen und Liebschaften der Bridgertons zur Zeit der Londoner Regency Era begeben. Und keiner muss lange auf die Fortsetzung warten: Die Reihe gibt es schon seit 2000 und ist seit 2006 abgeschlossen.

6. Dark Ivy von Nikola Hotel

Mit Dark Ivy – Wenn ich falle hat Fantasy- und Jugendbuchautorin Nikola Hotel 2022 eine weitere ihrer herzzerreißenden Reihen begonnen. Dieses Mal handelt es sich um den ersten Teil eines Bücher-Duetts, in der dunklen Welt der Universität. Hier hat es die junge Studentin Eden Collins nach einem tragischen Todesfall im letzten Jahr nicht leicht anzukommen. Soziale Experimente in den Kursen erinnern sie an ihre geheimnisvolle Vergangenheit und als Stipendiatin ist sie unter den Söhnen und Töchtern reicher Familien ohnehin fremd. Gerade Fans des Erfolgsfilms Saltburn dürften hier auf ihre Kosten kommen.

7. Getraut von Susanne Fröhlich

Susanne Fröhlich schreibt die Geschichte ihrer Kultfigur und Alltagsheldin Andrea Schnidt so humorvoll, charmant und empathisch weiter wie eh und je. Im schon 12. Roman der Reihe wird das ohnehin anrüchige Unternehmen der „professionellen Frauenversteherei” aufs Korn genommen. Damit bietet Getraut dieses Jahr die perfekte Lektüre für einen ermächtigenden 8. März.

8. Das Geheimnis von Ellen Sandberg

Unter dem Pseudonym Ellen Sandberg verfasst die Schriftstellerin Inge Löhnig seit 2017 spannende, klug gestrickte Romane über Familienbeziehungen. Dieser könnte gar nicht besser passen für den Internationalen Frauentag: Es geht um Ulla, die als Kind von ihrer inzwischen verstorbenen Mutter verlassen wurde, und nun vor der Entscheidung steht, ihr Haus am Chiemsee zu verkaufen. Beim Aufräumen des Hauses entdeckt sie Hinweise auf den Grund für die damalige Entscheidung ihrer Mutter, die sogar etwas mit ihrem Tod zu tun haben könnten.

9. Liebe Mich. Für immer von Kathinka Engel

Keine Frage: Mit der Finde mich-Reihe hat sich Kathinka Engel nicht nur ziemlich schnell auf die Spiegel-Bestseller-Listen katapultiert, sondern auch in die Herzen aller Fans des New Adult Romance-Trends. Der dritte Band Liebe Mich. Für immer der inzwischen vierteiligen Reihe drückt eine Erfahrung aus, die immer noch viel zu viele Frauen heutzutage machen: Erzählt wird von der Sozialarbeiterin Amy, die ihr Leben darauf aufgebaut hat, anderen Leuten zu helfen. Nur eben sich selbst nicht. Bis sie auf jemanden trifft, der ihr die Chance auf ein anderes Leben gibt.

10. Wölfe von Hilary Mantel

Die viel zu früh verstorbene Hillary Mantel schaut in ihrem Roman Wölfe auf die von Männern dominierte Geschichte Englands. Genauer: auf den Aufstieg Thomas Cromwells am Hof von Henry VIII. im Jahr 1520. Gerade damit erzählt sie so einiges über die Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen, die im England des 16. Jahrhunderts vorrangig Heiratsmaterial sind. Hillary Mantels preisgekrönter Erfolgsroman Wölfe zeigt, dass es keinen Mann braucht, um einen absoluten Literaturklassiker zu schreiben.